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  • E-Mail: meike.hopp@tu-berlin.de
  • Mobil: +49 (0)30 314 29564
  • Adresse: Technische Universität Berlin, Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik, Sekr. A 56, Straße des 17. Juni 150/52, 10623 Berlin

Prof. Dr. Meike Hopp

ist Kunsthistorikerin und forscht zu (digitalen) Infrastrukturen für die Provenienzforschung an Museen mit besonderem Fokus auf im Nationalsozialismus geraubtem Kulturgut.

Meike Hopp ist Juniorprofessorin für Digitale Provenienzforschung an der Technischen Universität Berlin. Sie studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Theaterwissenschaft an der LMU München und wurde mit dem Heinrich-Wölfflin-Preis ausgezeichnet.

Als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentralinstitut für Kunstgeschichte (ZI) München leitete sie bis 2019 Projekte im Bereich der Provenienzforschung zu NS-Raubgut, der Kunstmarktforschung und der
Sammlungsgeschichte. 2018 erhielt sie ein Forschungsstipendium des
Exzellenzclusters TOPOI. Sie ist Mitglied des Steering Committee der Science Gallery Berlin sowie assoziiertes Mitglied des Einstein Center Digital Future. Außerdem ist sie Vorsitzende des internationalen Arbeitskreises Provenienzforschung e.V. und seit 2021 Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste Magdeburg.

Sie forscht zu (digitalen) Infrastrukturen für die Provenienzforschung an Museen und anderen Kultureinrichtungen, ihren Voraussetzungen und Bedürfnissen, ebenso wie den Möglichkeiten der Standardisierung von Provenienzdaten mit dem Fokus auf den Aufbau nachhaltiger Dateninfrastrukturen, die objektgattungs- und kontextübergreifend genutzt werden können. Die Provenienzforschung ist noch immer
kein selbstverständliches gesellschaftliches Thema, sondern wird – wenn überhaupt – einseitig aus den Institutionen heraus vermittelt. Die damit einhergehende Hoheit über das erarbeitete Expert*innenwissen setzt sich im Bereich der dezentralen und vielfach semitransparenten Dokumentation von Forschungsergebnissen fort und führt dazu, dass kaum interdisziplinärer Wissenstransfer, z.B. in Bereiche der Erinnerungskulturen stattfinden kann und aktiver Austausch innerhalb der Gesellschaft (etwa über Citizen Science Projekte) nicht mitgedacht wird.

Publikationen

Meike Hopp, „Ideologie und Exzess – Die Kulturgut-Raubzüge der Nationalsozialisten", in Beute. Eine Anthologie zu Kunstraub und Kulturerbe, hg. von Isabelle Dolezalek, Bénédicte Savoy und Robert Skwirblies (Berlin: Mattes & Seitz, 2021), 305-312.

Meike Hopp und Christian Fuhrmeister, „Rethinking Provenance Research", The Getty Research Journal 11 (2019), 213–231.

Meike Hopp, „Wir sind mehr als Kunstdetektive! Ein Appell zur Stärkung der Provenienzforschung,” KMN (Kultur Management Network) Magazin 140 (Januar 2019), 13-20.

Meike Hopp, „Provenienzrecherche und digitale Forschungsinfrastrukturen in Deutschland: Tendenzen, Desiderate, Bedürfnisse,” in …(k)ein Ende in Sicht. 20 Jahre Kunstrückgabegesetz in Österreich, hg. von Eva Blimlinger und Heinz Schödl (Wien: Böhlau, 2018), 35-59 (Schriftenreihe der Kommission für Provenienzforschung, Bd. 8).

Meike Hopp, Kunsthandel im Nationalsozialismus. Adolf Weinmüller in München und Wien (Köln u.a.: Böhlau, 2012), (Veröffentlichungen des Zentralinstituts für Kunstgeschichte, 30).

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