Kontakt
  • E-Mail: roos.hopman@mfn.berlin
  • Mobil: +49 (0)30 889140-8958
  • Adresse: Museum für Naturkunde, Invalidenstraße 43, 10115 Berlin

Dr. Roos Hopman

ist Ethnologin und arbeitet zu wissenschaftlichen Praktiken, lebt in Berlin und vermisst Amsterdams Fahrradwege. Als Postdoc an der Humboldt-Universität und am Museum für Naturkunde Berlin untersucht sie Praktiken und Politiken musealer Datensammlungen und Digitalisierungsprozesse.

Roos promovierte an der Universität von Amsterdam im Rahmen des ERC-Projekts “Race Matter: The Absent Presence of Race in Forensic Identification” (https://race-face-id.eu/), das von Prof. Dr. Amade M’charek geleitet wurde. In ihrem Forschungsprojekt beschäftigte sie sich mit ‘race’ und den Technologien zur Bestimmung von Erscheinungsmerkmalen (wie Gesichtsform, Augen- und Haarfarbe oder biogeografische Herkunft) anhand von DNA-Material, das an Tatorten sichergestellt wurde. Diese forensischen DNA-Phänotypisierungen, auch FDP-Technologie genannt, können in ungelösten Kriminalfällen neue Anhaltspunkte liefern oder Augenzeugenberichte bestätigen. Anhand ethnografischer Methoden untersucht Hopman inwiefern ‘race’ für die FDP-Technologie relevant ist: Während Genetiker*inner ‘race’ als Analysekategorie kaum für interessant halten und den Begriff meist meiden, beschäftigt sich Hopmann mit den Praktiken, in denen ‘race’ in Erscheinung tritt. In ihrer Dissertation beschreibt sie ‘race’ als eine abwesende Präsenz, die sowohl vorhanden als auch nicht vorhanden ist. Hopmann konzentriert sich darauf, was Genetiker*innen machen, und nicht darauf, was sie sagen, und analysiert so die Praktiken, die bei FDP in (forensischen) Labors Anwendung finden, um zu zeigen, wie ‘race’ in der Praxis umgesetzt wird. Nach ihrer Promotion erhielt Roos ein Rubicon-Stipendium des niederländischen Forschungsrats für eine Postdoc-Stelle an einer renommierten Universität in den USA. Hopmann verzichtete jedoch auf die Ahornwälder Neuenglands und ging stattdessen Richtung Naturgeschichte nach Berlin. Sie war außerdem Forschungsassistentin und Supervisor im NWO-Projekt “Electoral Contention and Violence Project” (https://ecavdata.org/).

Publikationen

Roos Hopman, Facing Genetics. An Ethnography of Race in Forensic DNA Phenotyping Practices (PhD diss., University of Amsterdam, 2022), https://hdl.handle.net/11245.1....

Roos Hopman, Irene van Oorschot and Amade M’charek, “From Promise to
Practice: Anticipatory Work and the Adoption of Massively Parallel
Sequencing in Forensics,” in The Law and International Forensic DNA Profiling: Exploring Practices and Politics of Technolegal Worlds, ed. Victor Toom, Matthias Wienroth and Amade M’charek (London: Routledge) (forthcoming), http://dx.doi.org/10.13140/RG.....

Roos Hopman, “The Face as Folded Object: Race and the Problems with ‘Progress’ in Forensic DNA Phenotyping,” Social Studies of Science (2021), https://doi.org/10.1177%2F0306....

Roos Hopman and Amade M’charek, “Facing the Unknown Suspect: Forensic DNA
Phenotyping and the Oscillation Between the Individual and the
Collective,” BioSocieties no. 15 (2020), 438–462, https://doi.org/10.1057/s41292...

Roos Hopman, “Opening Up Forensic DNA Phenotyping: the Logics of Accuracy, Commonality and Valuing,” New Genetics and Society 39, no. 4 (2020), 424–440, https://doi.org/10.1080/146367....

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