Kollaboration mit einem kritischen Beirat

Wir arbeiten in Universitäten und Museen – an Orten der Wissensproduktion also, die historisch auf Machtausübung und Machterhalt ausgerichtet sind und strukturelle Ungleichheit verfestigen können. Da unsere Kolleg*innen zur gesellschaftlichen Rolle von Museen forschen, sind Fragen nach kolonialen und rassistischen Kontinuitäten, sozio-ökonomischen und (digital)politischen Ausschlüssen zentral.

Deshalb haben wir Anfang 2022 die Zusammenarbeit mit einem kritischen Beirat begonnen, der aus Aktivist*innen und zivilgesellschaftlichen Initiativen besteht. Im Beirat versammeln sich Expert*innen zu kritischer Digitalisierung, Intersektionalität, Menschen mit Behinderungen, Klassismus, Dekolonisierung und Institutionskritik. Ziel der Zusammenarbeit mit dem Beirat ist es, die soziale Relevanz unserer Forschungsthemen und Fallstudien kritisch zu diskutieren und die problematischen Bedeutungsdimensionen von „sozialem Zusammenhalt” zu reflektieren.

Neben einer Auseinandersetzung mit den Themen unseres Projekts, die von Diskussionen über gemeinsame Ausstellungsbesuchen bis zu kritischem Feedback reichen kann, sollen die Herausforderungen unserer Zusammenarbeit hinterfragt werden, die von struktureller Ungleichheit und asymmetrischen Privilegien zwischen öffentlichen Institutionen und kleineren Initiativen geprägt sind: Wer verfügt über Ressourcen und Macht? Wie können wir Tokenism und Diskriminierung vermeiden? Wer spricht und wer wird gehört ? Wie können wir gemeinsam Raum und Rahmenbedingung für Beziehungsaufbau und Gespräche gestalten?

Die Kollaboration mit dem Beirat wird von unserer Kollegin Pegah Byroum-Wand machtkritisch konzipiert, durchgeführt und dokumentiert. Die Sitzungen werden von einer externen Moderation, Nastaran Tajeri-Foumani, begleitet.